Spitze Ohren

 

Ich ging einmal an den Ufern der Wertach

Entlang als vor mir ein Mann mit spitzen Ohren

Wie Mr. Spock, ganz laut zu summen begann.

 

Die liebliche Melodie die ich nie vergessen konnte,

Und die der seltsame Mann verträumt vor sich spann, gar

Den antiken Sirenen gleich zog sie mich in einen Bann.

 

Ich folgte den beiden wie in Trance und ohne Chance.

Den Fluss rasch verlassend nur mit der Melodie im Ohr

Stand ich irgendwann vor einem hölzernen alten Tor.

 

Dahinter ein Haus inmitten eines verwilderten Gartens

Was älter war, konnte ich nicht raten, wohl das Haus.

Der Mann indes verschwunden war er darin sofort.

 

Die Melodie noch im Ohr ganz wie davor stand ich am Tor

Ich stellte nicht die Fragen was mich hierher wollte tragen .

Der Mann mit den komischen Ohren rief nach der Polizei.

 

Die stellten sich nicht vor und dachten das ich ein Spanner sei.

Mein Murmeln von wegen seltsame Melodie, zieht ohnehin nie.

Nun sitze ich seit Tagen fest und die Spritzen geben mir den Rest.

 

Man sagte mir ich hätte Schübe dann und wann von Ohren

Die spitz seien wie bei fremden Tieren aber ich weis nur eines

Solche Sachen lassen mein Lächeln ganz langsam gefrieren.

 

Ich will hier weg, und muss hier raus, man erwartet mich

Doch wohl längst zuhaus. War doch nur spazieren als der

Mann mit den spitzen Ohren zum Summen bei mir vorbei …

 

Doch weiter kam ich nicht, eine Nadel nahm mir die Sicht.

Da ich nicht genesen will, stellen sie mich täglich still. Familie?

Dann und wann ein Besuch, auf mich wirkt dies wie ein Fluch.

 

Wie ausgewechselt stehn sie da, sagen das es wohl stets so war.

Kinderzeichnungen von Männer mit Spitzen Ohren sind zu sehen

Ich weis das sie ganz jungen Datums und von Enkelshänden sind.

 

Sie wollten an meine Schätze ran, das war ihr ganz perfider Plan

Doch so alt und dumm bin ich nun wirklich noch lange nicht.

So das ich alles gut und sicher verborgen hab, nur wo weis ich nicht.

 

 

Chana Tausendfels (September 2006)

Published in: on September 28, 2006 at 11:45 am  Schreibe einen Kommentar  

Das Geheimnis der Jüdischen Weltverschwörung

Wenn die Juden die Medien steuern, warum geben wir uns nicht eine bessere Presse?“ 

Dieser Einwand von Juden in den USA, Europa und in Israel gegen die bekannte Verschwörungstheorie wird oft zitiert und als entlarvendes Gegenargument gebraucht. In der Tat ist es ja so, dass gerade Israel in der Weltpresse nicht gerade gut abschneidet. Tötet das israelische Militär zwei Palästinenser, so ist das die Hauptnachricht in den Abendsendungen ganz gleich ob in Paris, Berlin, Kairo, Washington oder Peking, während 5.000 Tote in Afrika kurz vor dem Sportteil als Kurznachricht kommen und steht das eine auf der Titelseite  in der Zeitung, so das andere auf Seite 17 unten links, gleich neben dem Coupon für ein Pfund Rindfleisch.  Wie kann es also sein, dass Juden die Weltpresse beherrschen und sie eine solche schlechte Presse haben? Warum waren in den USA, wo der vermutete Einfluss der „jüdischen Ostküste“ doch noch am meisten wirken müsste, lange Bemühungen erforderlich, um den Handelsriesen „Walmart“ dazu zu bringen, die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“ – allgemein als antijüdische Hetzschrift aus dem zaristischen Russland entlarvt, aus seinem Online-Katalog zu streichen? Man mag es kaum glauben, aber „Walmart“ war dazu erst im September 2004 bereit, nachdem die Proteste dagegen immer lauter wurden (oder die Auflage verkauft war, wie manche Kritiker meinen). Oder erinnern wir uns an Mel Gibson, dessen „Passions“-Film verschiedentlich für „antijüdisch“ gehalten wurde, ehe ihm so zahlreiche jüdische Hollywood-Veteranen zur Seite sprangen, dass der Vorwurf wieder in der Versenkung verschwinden musste. Natürlich haben einige dieser Juden den Fehler gemacht, mit Gibson diesen Erfolg zu ausgiebig zu feiern und ihm zu viele Drinks zu spendieren – wie wir heute wissen. 

Die Antwort auf die obige Frage ist trotzdem natürlich einfach, wenn man weiß, wie die jüdische Weltverschwörung tatsächlich funktioniert: Sie basiert auf Humor und zum Humor gehört es nun mal, dass man auch über sich selbst lachen kann. Und nun mal ehrlich, auch schlechte Witze sind Witze – oder? Haben die Narren dieser Welt denn nicht die Freiheit um die sie viele beneiden? Die Hofnarren des Mittelalters nennt man heute Journalisten. Tanzte der Narr früher vor dem König, zog Grimassen und erzählte lustige Verse, so zitiert der Journalist heute im Gespräch mit dem Politiker Umfragen: „Zwei Drittel der Bevölkerung lehnen Ihre Politik ab!“ Die Wirkung ist natürlich die selbe und der Herrscher lacht, wie einst der König, weiß er doch, dass man seine Politik nicht ablehnen kann, da die nächste Wahl erst in drei Jahren ist und bis dahin alles längst vergessen. Wer merkt sich denn schon schlechte Witze? Es liegt also auf der Hand, warum die Presse schlecht über Israel schreiben muss und Verständnis für Israels Gegner zeigt: es ist Humor, oft genug brillant und geistreich. Jeder würde die jüdische Herrschaft über die Presse sofort durchschauen hätte sie eine klare und eindeutige Neigung für Israel und seine Politik. Je mehr Israel also in der Weltpresse verurteilt wird, umso satirischer sind die Beiträge – man muss sie nur mal unter dieser Brille lesen und verstehen – und umso mächtiger der jüdische Einfluss. Das mag paradox erscheinen, ist es aber nicht, denn der jüdische Humor besticht bekanntlich durch Understatements und Satire und spielt sehr gerne mit dem Stilmittel der Selbstkritik. Schon in Bibel und Talmud finden sich dazu mehr als nur Ansätze, freilich nannte man die Autoren dort weder Hofnarren noch Journalisten, sondern unter ihrem damaligen Titel Propheten oder Rabbiner. Ihre Funktion war natürlich dieselbe und jeder weiß es, dass Propheten und Hofnarren, die nicht geistreich genug waren, schnell in Kerkern landen konnten. Mit Journalisten geht das in der von Juden beherrschten Presse nicht so einfach, da die Mutter des Journalisten mit der Mutter des Chefredakteurs befreundet sein kann und wer kennt nicht die Gefahr, die jüdische Mütter darstellen können? Dann doch lieber noch Feldforschung in Afghanistan als sich hier auf einen Disput einlassen,  den man nicht gewinnen kann.  Wie nun aber kommt es, dass vor allem amerikanische Christen die jüdische Weltverschwörung unterstützen, wo der Spott jüdischer Lästerer doch auch sie manches Mal trifft? Man denke an Lenny Bruce, der zur Frage nach der jüdischen Kollektivschuld am Kreuzigungstod Christi beschwichtigte, dass das damals eben so eine Party junger Leute war, die etwas aus der Hand gelaufen sei. Aber schon bei einer anderen Gelegenheit räumte er ein, einen unleugbaren Beweis für die jüdische Schuld gefunden zu haben. Einen Zettel in seinem Keller, der mit „Morty“ unterschrieben war. Auch hier ist die Frage einfach: Christen lachen gerne. Sie lachen auch gerne über Juden, gleich ob sie nun Seinfeld, Woody Allen oder Ehud Olmert heißen. Und natürlich glauben auch sie an die biblischen Propheten, auch wenn sie manche ihrer Pointen anders verstehen und eher wörtlich nehmen. Aber mal im Ernst: Haben Sie schon mal Witze erzählt, die alle Anwesenden verstanden haben? Sehen Sie!??  Natürlich haben auch die Gegner der jüdischen Weltverschwörung das früh verstanden und immer wieder versucht, die Juden mit ihrer eigenen Waffe zu schlagen. Die Nazis z.B. deren Stürmer Karikaturen auf Juden zeigte. Schon im Mittelalter stellte man sie mit Schweinen dar, aber wen würde es wundern, sollte die Redensart „Schwein gehabt“ nicht doch von Juden stammen? Auch der iranische Präsident lobte vor einiger Zeit einen Satirewettbewerb auf den Holocaust aus und meinte damit die Juden treffen zu können, doch die israelischen Satiren darauf schlugen die iranischen um Längen. Wie kann das sein? Nun es erinnert ein wenig an die Szene aus der Bibel, als Moses und sein Bruder Aharon vor dem Pharao stehen und einen Stab zu Boden werfen, der zur Schlange wird – wenn man will, darf man das für ein Wunder halten, wenn man es für einen bloßen Witz hält, ist es aber auch okay – jedenfalls hatte auch der ägyptische König seine Imageberater, … ich meine Zauberer, die wiederholten, was die beiden Anführer der Israeliten getan haben. Sie ahmten es nur nach, doch die Schlange des Moses fraß die Schlangen der ägyptischen Zauberer. Und so ist es auch hier, denn der ironische Präsident, … ich meine der iranische Präsident … lässt natürlich außer Acht, dass der jüdische Humor die Fähigkeit besitzt, über sich selbst zu lachen. Daran besteht eben die Kunst,  der Trick, die Gemeinheit. Amerikaner stellen ihren Präsidenten als Affen dar und bekommen dafür Medienpreise, israelische Satiriker werden zu Pressesprechern. Im Iran aber, wie auch anderswo in der islamisch geprägten Welt, versteht man noch nicht, dass man eben sich selbst durch den Kakao ziehen muss, um die Welt zu beherrschen.  Und so können wir nun natürlich von unseren aufmerksamen Lesern erwarten, dass sie verstehen, dass die berüchtigten „Protokolle“ tatsächlich eine Fälschung sind und dass das Original natürlich „Die protokollierten Witze von Zion“ lautete. Ein bloßer Hörfehler also oder? Das soll abschließend eine kleine Anekdote erhellen: 

Ein jüdischer Geschäftsmann auf Reisen hat in einem abgelegenen Schtettl in Galizien Aufenthalt für seinen Anschlusszug in drei Stunden. Nun stellt er auch noch fest, dass seine Taschenuhr kaputtgegangen ist und so beschließt er, die Zeit damit zu nutzen, nach einem Uhrmacher zu suchen und seine Uhr reparieren zu lassen. Tatsächlich findet er einen Laden, der einige Uhren im Schaufenster liegen hat. Als er eintritt, ist der Laden leer, nur ein würdiger, alter Jude mit Bart, Schläfenlocken und Kippa sitzt an einem Tisch und studiert in einem riesigen Talmud-Folianten. Der Geschäftsmann spricht ihn an: „Mecht es meglich sein, dass ich werd bekommen repariert mein Taschenuhr?“ Der alte Jude reagiert nicht. Der Geschäftsmann begreift, der Alte sei wohl schon etwas schwerhörig und wiederholt seine Frage etwas lauter – nochmals keine Reaktion. Er versucht es noch lauter und noch mal lauter, bis er schließlich aus vollem Halse brüllt: „Wird man vielleicht bekommen an Antwort?!“ Da hebt der alte Jude seinen Kopf und sieht den Geschäftsmann über den Rand seiner Brille an: „Mecht es sein vielleicht meglich, dass Ihr aufhört hier herumzubrüllen wie a Esel? – Ich bin nicht kein Uhrmacher, ich bin a Beschneider!“ „Und für was habt Ihr dann liegen die Uhren im Schaufenster?“ „Ja, mechtet Ihr mir vielleicht sogen, was ich soll legen sonst arein ins Schaufenster?“  

 © yehu 22/08/06

Nachtrag: enhanced (soz. ent-hanst) English version now at:

 http://jhva.wordpress.com/2011/04/10/the-secret-of-the-jewish-world-conspiracy/

Published in: on September 7, 2006 at 9:22 am  Comments (1)